Marketing  Hotellerie 

Erstellt: 11.02.2026
uservon Nina Pöllmann
MA Nina Pöllmann

Nina Pöllmann, MA

Beraterin

Innsbruck, Österreich

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Marketing: Verspricht ihr zu viel oder erzählt ihr zu wenig?

Touristisches Unternehmertum basiert auf der Schaffung von (Urlaubs-)Erlebnissen, die aus Gästesicht als stimmig und wertig wahrgenommen werden. Dieses Gästeerlebnis bildet die Grundlage für Zufriedenheit, Weiterempfehlung und langfristige Wertschöpfung. Dafür investieren Betriebe heute erhebliche Mittel in Marketing und Kommunikation, um Aufmerksamkeit zu erzeugen, Erwartungen zu formen und Buchungsentscheidungen zu beeinflussen. Website, Social Media und Plattformen definieren zunehmend, wie ein Haus wahrgenommen wird – lange bevor der Gast tatsächlich ankommt.

Genau an dieser Schnittstelle zeigt sich in vielen Betrieben eine zentrale Herausforderung: Denn das kommunizierte Leistungsversprechen und das reale Gästeerlebnis sind oftmals nicht deckungsgleich. In der Realität zeigt sich diese Diskrepanz in zwei Ausprägungen: Auf der einen Seite stehen Betriebe, die über Website und Social Media Erwartungen aufbauen, die im operativen Alltag nicht durchgängig eingelöst werden. Werte, die kommunikativ stark betont werden, bleiben im Produkt oder in der Dienstleistung nicht ausreichend spürbar, oder Qualitätsversprechen werden visuell optimiert, ohne dass sie vor Ort in gleicher Konsequenz erlebbar sind. Die entstehenden Abweichungen zwischen Erwartung und Realität führen zu Unzufriedenheit, und wirken in der Wahrnehmung des Hauses, in der Bewertung durch Gäste sowie in Weiterempfehlungs- und Wiederbuchungsraten.

Die zweite Ausprägung zeigt sich in Betrieben, die vor Ort ein hohes Qualitätsniveau bieten – sowohl im Produkt als auch in der Dienstleistung. Hochwertige Ausstattung und gelebte Servicekultur und Werteorientierung sind vorhanden und werden von Gästen positiv wahrgenommen. Hier fehlt es jedoch an einer klaren, strukturierten Übersetzung dieser Leistungen in der externen Kommunikation. Für potenzielle neue Gäste bleibt das hohe Qualitätsniveau daher unerkannt und Wertschöpfungspotenziale werden nicht in vollem Umfang ausgeschöpft.

Gäste bewerten keine einzelnen Maßnahmen, sondern das Gesamtbild

Aus Gästesicht werden keine einzelnen Maßnahmen oder Touchpoints wahrgenommen. Bewertet wird das Gesamtbild; also die Stimmigkeit zwischen Kommunikation und tatsächlichem Erlebnis. Ein qualitativ hochwertiges Angebot verliert an Wirkung, wenn es nicht klar positioniert oder konsistent erlebbar ist. Umgekehrt entfaltet auch eine starke Kommunikation nur dann nachhaltigen Mehrwert, wenn sie im operativen Alltag glaubwürdig eingelöst wird.

Die zentrale Fragestellung ist daher keine operative Detailfrage, sondern eine strategische: Wie stimmig ist das Zusammenspiel von Online-Positionierung, Markenversprechen und realem Gästeerlebnis?

Systematischer Abgleich mit der Guest Experience Analyse 360°

Viele Maßnahmen setzen punktuell an: im Marketing, im Vertrieb oder in einzelnen operativen Bereichen. Was häufig fehlt, ist eine ganzheitliche Betrachtung der Guest Journey aus konsequenter Gästesicht. Genau hier setzt die Guest Experience Analyse 360° an. Sie dient zur Bewertung aller relevanten Touchpoints und ermöglicht einen strukturierten Abgleich zwischen Markenversprechen, Kommunikation und tatsächlichem Erleben vor Ort. Der Fokus liegt dabei auf der Wahrnehmung und Wirkung aus Sicht des Gastes.

Wenn du Transparenz darüber gewinnen möchtest, wie konsistent dein Auftritt entlang der gesamten Guest Journey ist, wo Stärken liegen und an welchen Stellen Optimierungspotenziale bestehen, melde dich gerne zu einem unverbindlichen Erstgespräch.

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