Human Resources & Employer Branding  Controlling & Benchmarks  Destination 

14.01.2020
uservon Daniel Orasche
Mag. Daniel Orasche

Mag. Daniel Orasche

Berater

Villach & Wien, Österreich

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Mitarbeiterkosten in Tourismusverbänden - ein Vergleich

Wie hoch sind die Mitarbeiterkosten in Salzburger und Kärntner Tourismusverbänden?

Mitarbeiterkosten in Tourismusverbänden
  • arrowboldIn Salzburger TVBs (Tourismusverbänden) werden im Durchschnitt 17 % Mitarbeiterkosten zum Gesamterlös verzeichnet. Kärntner TVBs verzeichnen im Durschnitt etwas höhere relative Mitarbeiterkosten, diese belaufen sich auf 19 % zum Gesamterlös
  • arrowboldDie Mitarbeiterkosten in effizienten TVBs sollten in Salzburg unter 20 % der Gesamterlöse liegen, die der Kärntner TVBs unter 22 % Mitarbeiterkosten zum Gesamterlöse

Was bedeutet diese Kennzahl und was ist bei einem Vergleich zu beachten?

Die Mitarbeiterkosten in % der Gesamterlöse in Tourismusdestinationen (DMOs) zeigen zum Teil stark divergierende Ergebnisse und sollten daher differenziert betrachtet werden. Grund für diese Differenzierung sind drei relevante Faktoren:

  • Erlös-Unterschiede in den Regionen durch ungleiche Tourismus- & Ortstaxen-Gesetze in den Bundesländern. Zum Beispiel sind im Westen Österreichs die gesetzlichen Tourismusabgaben und Taxen höher als im Osten. Ein relativer Mitarbeiterkostenvergleich (in % der Gesamterlöse) ist aufgrund dieser unterschiedlichen gesetzlichen Erlösregelungen somit im direkten Zahlenvergleich für ganz Österreich bzw. den gesamten Alpenraum nicht gut geeignet
  • Unterschiede durch die Gesellschaftsformen. Kennzahlen für DMOs sollten der spezifischen Rechtsform angepasst werden. Die DMO Benchmarks von Kohl > Partner werden der jeweiligen Gesellschaftsform zugeordnet, um eine Vergleichbarkeit zu ermöglichen. Ein Tourismusverband (Körperschaft öffentlichen Rechts) wird nicht mit einer Regions GmbH „gebenchmarkt“, da diese ungleichen Strukturen aufweisen (Möglichkeit der Kommunalsteuerbefreiung, Vorsteuerabzugsfähigkeit, andere tourismusgesetzlichen Aufgaben, etc.).
  • Unterschiedliche Aufgabenschwerpunkte in der DMO. DMOs übernehmen immer stärker einen Dreiklang an Aufgaben. Je nach Zusammenspiel mit weiteren Organisationen und Betrieben übernehmen DMOs vorrangig Marketing, Produkt- und Erlebnisraumentwicklung und die Servicierung/Support der Betriebe (Stichworte: Vermieter-Coaching, E-Coaching, Recruiting-Coach u.ä.). Je nach Schwerpunkten in der DMO ergeben sich Rückschlüsse auf die Kostenstruktur.

Die Mitarbeiterkosten gehören zu den Fixkosten einer DMO. Je niedriger der Fixkostenanteil zu den Gesamterlösen ist, desto mehr variable Kostenanteile können für Produktentwicklung und touristische Projekte eingesetzt werden.

„Neue touristische Produkt- und Projekt-Umsetzungen benötigen eine Optimierung der
Fixkosten-Position für die Finanzierung, aber auch gleichzeitig eine hohe Mitarbeiter-Qualität.
Dies stellt eine große Herausforderung für DMOs dar!“

Wie errechnet sich die Kennzahl Mitarbeiterkosten in % der Gesamterlöse?

Die Mitarbeiterkosten setzen sich aus den Löhnen und Gehältern inkl. Sonderzahlungen (13. und 14. Gehalt), Aushilfslöhne, Lehrlingsentschädigungen, Überstunden, Zuschläge, gesetzliche Sozialabgaben (SV-Arbeitgeberanteil, DG-Beitrag, DN-Zuschlag, Kommunalabgabe), Aufwand für Abfertigungen und Pensionen und freiwilligen Sozialaufwand zusammen. Wichtig ist, dass Reiseaufwände für Mitarbeiter:innen und Mitarbeiter-Schulungen nicht in den Mitarbeiterkosten hinzugerechnet werden. Nur mit einer einheitlichen und standardisierten Datenaufbereitung sind Kennzahlen aussagekräftig!

Die Kennzahl Mitarbeiterkosten in % = Mitarbeiterkosten (netto) / Gesamterlöse (netto)

Warum denn überhaupt DMO Benchmarking und was bringt es?

Mit dem spezifischen und anonymen Daten- und Zahlenvergleich lernen Sie von den besten Tourismus-Destinationen (DMOs). Die eignen Zahlen zu kennen und sich mit vergleichbaren DMOs zu messen, stellt eine wichtige Basis für die Professionalisierung dar. Kohl & Partner verwendet einen einheitlichen Standard zur Ermittlung der DMO-Kennzahlen und kann dadurch einen unmittelbaren Vergleich gewährleisten.
Zielsetzung des DMO Benchmarking ist unter anderem die Reduzierung der Fixkosten, um freiwerdende Mittel für neue Produktentwicklungen und Projekte zu erhalten. Das Kohl > Partner DMO Benchmarking wird durch praxiserprobte Umsetzungs-Maßnahmen ergänzt. Diese Umsetzungs-Empfehlungen zu den über den Benchmarks liegenden (Fix-) Kostenpositionen führen unmittelbar zu Einsparungspotenzialen, welche für Neues verwendet werden kann. Das spezifische DMO Benchmarking inkl. Umsetzungs-Maßnahmen liefern Ihnen wertvolle Erkenntnisse zur Professionalisierung Ihrer DMO.

Wollen auch Sie Ihre DMO genauer durchleuchten und mit ähnlich strukturierten DMOs benchmarken? Dann bestellen Sie doch gleich das DMO Benchmarking von Kohl > Partner oder treten Sie mit uns in Kontakt und profitieren Sie vom fachspezifischen Branchen Know-How.

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