Human Resources & Employer Branding 

22.09.2021
uservon 

Management by Tapis Roulant

Viel „bewegen“ aber nicht weiterkommen

Eine Anleitung zum Unglücklichsein für Unternehmer:innen & Führungskräfte in der Hotellerie und darüber hinaus

Aus dem Lateinischen übersetzt heißt Management so viel wie „an der Hand führen“, wobei „an der Hand führen“ nicht heißen soll, dass Sie als Führungskraft der Mitarbeiter:in Entscheidungen abnehmen, bzw. Aufgaben vordiktieren, sondern viel mehr Rahmenbedingungen schaffen, in welchen Ihre Mitarbeiter:innen ihre Stärken und Kompetenzen zum Ausdruck bringen können. Die Kunst der Führungskraft besteht darin, die Mitarbeiter:innen für die Ziele des Unternehmens zu begeistern. Leichter gesagt als getan!

In der Management Literatur liest man viel über: „Tipps & Tricks was Führungskräfte tun und wie sie sich verhalten sollten!“ Nachfolgend habe ich diesen Ansatz um 360° gedreht und darüber nachgedacht, wie Sie als Führungskraft viel tun können und doch nicht weiterkommen, ganz im Sinne des Sprichwortes: „Operative Hektik und geistige Windstille“.

„Management by Magie“: Führen Sie ohne Vision, Ziele, Strategie, ganz nach dem Prinzip: „Führen durch Magie“ – die Mitarbeiter:innen in den Dschungel führen und auf ein Wunder hoffen!

„Management by Gedankenlesen“: Eine Vision ist vorhanden, entweder in Ihrem Kopf oder sogar verschriftlicht, verzichten aber diese aktiv zu kommunizieren, ganz nach dem Motto: „Diese T… (die Mitarbeiter:innen sind gemeint) werden wohl kapieren was ich will!“

„Management by Narzissmus“: Sollte eine Mitarbeiter:in eine gute Idee haben, die Ihnen einleuchtet und Sie ärgern sich, dass Sie diese nicht hatten, „bremsen“ Sie diese Mitarbeiter:innen aus und sagen: „Ich bezahle dich fürs Arbeiten und nicht fürs Denken!“

„Management by Willkür“: Zielgespräche und regelmäßige Meetings sind geplant und Sie erklären den Mitarbeiter:innen, wie wichtig es ist vorbereitet zu den Meetings zu erscheinen… (gemeint sind natürlich die Mitarbeiter:innen und nicht Sie), aber eine halbe Stunde vor Beginn der Meetings sagen Sie diese ab. Ganz nach dem Motto: „Es gibt wichtigeres als ein Meeting mit den Mitarbeiter:innen.“

„Management by i-Tüpfel-Reiterei“: Die Mitarbeiter:in ertappen, wenn er/sie etwas nicht gut macht, egal wie klein der Fehler auch sein mag. Die „Mikroskop-Führung“ - ist in Kombination mit Lob-Armut ein geeignetes Instrument, um Missmut und Demotivation zu streuen!

„Management by Geringschätzung“: Ihre Mitarbeiter:innen müssen ihre Position im Organigramm auch in der Kommunikation spüren. Die Kommunikation verläuft von oben nach unten und dabei legen Sie wenig Wert auf respektvolle Umgangsformen.

Beispielsweise:

  • arrowboldnicht zuhören, wenn eine Mitarbeiter:in spricht
  • arrowboldunterbrechen, wenn eine Mitarbeiter:in spricht
  • arrowboldkeinen Augenkontakt
  • arrowboldja sagen und „nein“ meinen
  • arrowboldund das alles unterstreichen Sie noch mit wenig wertschätzenden Grimassen

Wenn Sie als Führungskraft allerdings möchten, dass es Ihnen und Ihrem Team jeden Tag etwas besser geht, dann tun Sie genau das Gegenteil von dem was Sie oben gelesen haben.

Florian Hitthaler
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