6 Empfehlungen, wie Sie sich als Hotelier gut auf die kommende Wintersaison vorbereiten

Controlling & Strategische Betriebsplanung
6 Empfehlungen, wie Sie sich als Hotelier gut auf die kommende Wintersaison vorbereiten
Controlling & Strategische Betriebsplanung Hotellerie Organisation

Mag. Erich Liegl
Managing Partner
Klagenfurt, Österreich
erich.liegl@kohl-partner.at+43 4242 21 123+43 664 51 05 826Zum AutorZu Messung der Produktivität gibt es viele bekannte und bewährte Kennzahlen, wie Gäste pro Kellner:in, Zimmer pro Housekeeping-Mitarbeiter:in, Erlös pro Spa Mitarbeiter:in, Erlös pro Stunde Arbeitszeit, usw. Aber „Wie viele Stunden Arbeitszeit sollen/wollen wir für einen Gast am Tag aufwenden?“ – diese spannende Frage stellte unlängst ein junger Unternehmer im Zusammenhang mit der Optimierung der Mitarbeiter-Einsatzplanung in seinem Hotel.
Um das zu beantworten, wurde in einem ersten Schritt für die letzten 365 Tage die tägliche IST-Arbeitszeit des gesamten Teams den Nächtigungen gegenübergestellt und ein tiefer Blick in das Ergebnis gemacht. Im Jahresschnitt wurden pro Nächtigung 3 Tsd. 55 Min. an IST-Arbeitszeit aufgewendet. Bewertet man dies mit den ermittelten Mitarbeiterkosten pro Stunde von ca. € 26 dann verursacht eine Nächtigung in diesem Hotel € 100 an Mitarbeiterkosten. Das Spannende daran war jedoch der unterschiedliche Verlauf der Kurve und die Schwankungen. In der Sommer-Vorsaison wurden ca. 4 Std. pro Nächtigung eingesetzt in der Sommer-Hochsaison waren es nur noch 3,5 Std. An den Vollauslastungstagen (> 90 %) werden für einen Gast 3,1 Std. und an den schwächsten Auslastungstagen (< 50 %) 5,5 Std. aufgewendet. Die Spannweite reicht von 2 Std. 30 Min bis 6 Std. pro Tag.


Große Schwankungen des Geschäftsganges führen also dazu, dass die Produktivität gemessen an eingesetzte Arbeitszeit pro Gast erhebliche Ausschläge zeigt und sich stellenweise sogar verdreifacht.
Wenn man die Arbeitsstunden nun noch mit den Mitarbeiterkosten pro Stunde bewertet und den Tageslosungen gegenüberstellt, zeigt sich, eine tägliche Schwankungsbreite der Mitarbeiterkosten von 25 % bis 76 %!
Die Herausforderung lautet also:
„Wie behält man den täglichen Einsatz der Arbeitsstunden in einem für Gäste positiv spürbaren, Mitarbeiter machbaren und Unternehmen wünschenswerten Verhältnis?“
Erich Liegl