Was bringt der Tourismus für die Lebensqualität vor Ort?

Lebensqualität
Was bringt der Tourismus für die Lebensqualität vor Ort?
Destination Strategie

MBA Frank Reutlinger
Geschäftsführer
Zürich & Thun, Schweiz
frank.reutlinger@kohl-partner.ch+41 44 533 50 40+41 79 204 93 93Zum AutorZiele geben Richtung, Fokus und Orientierung vor. Ob sie jedoch Wirkung entfalten, entscheidet sich nicht auf dem Papier, sondern im Alltag. In den Unternehmen liegt die Herausforderung weniger in der Definition von Zielen als vielmehr in deren konsequenter Umsetzung. Wer Ziele wirksam verankern will, braucht Klarheit, Struktur und eine klare Führung. Denn Ziele greifen nur, wenn sie Schritt für Schritt in konkrete Handlungen übersetzt werden.

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Ziele sind weitaus mehr als nur formale Vorgaben. Sie schaffen Orientierung, geben Sicherheit im Handeln und helfen dabei, Prioritäten zu setzen. Wer weiss, wofür er etwas tut, handelt fokussierter, insbesondere in einem Umfeld, das von operativen Anforderungen, kurzfristigen Entscheidungen und wechselnden Rahmenbedingungen geprägt ist. Die Praxis zeigt jedoch: Gute Absichten allein reichen nicht aus. Ziele entfalten ihre Wirkung erst, wenn sie strukturiert gedacht, klar heruntergebrochen und konsequent umgesetzt werden.
In der Theorie gilt die SMART-Logik als bewährter Standard: Ziele sollen spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und terminiert sein. Diese Kriterien schaffen zwar rasch Klarheit, greifen in der Praxis jedoch in der Umsetzung oft zu kurz. Denn selbst ein sauber formuliertes Ziel bleibt wirkungslos, wenn der Weg dorthin unklar ist. Ziele sind letztlich immer das Ergebnis konkreter Handlungen. Fehlen klare Massnahmen, Zuständigkeiten und Abstimmung, wird die Zielerreichung zur Glückssache, unabhängig von der Qualität der Zieldefinition.
Erfolgreiche Betriebe denken deshalb vom Ziel rückwärts und arbeiten mit einer klaren Etappenlogik. Jahresziele werden dabei nicht isoliert betrachtet, sondern in überschaubare Einheiten gegliedert. Quartalsmeilensteine definieren greifbare Ergebnisse, Monatsziele setzen Schwerpunkte und wöchentliche Aufgabenpakete übersetzen die Zielsetzung in konkretes Handeln. Diese Struktur schafft Dynamik und Verbindlichkeit und machen die Arbeit hin zum Ziel überschaubar.
Der Schlüssel liegt in der konsequenten Umsetzung. Ein Ziel ohne Umsetzungsplan bleibt eine Absicht. Checklisten und einfache Visualisierungen – ob digital oder analog – machen Fortschritte sichtbar und erhöhen die Verbindlichkeit im Team. Kurze, regelmässige Reviews helfen, den aktuellen Stand zu reflektieren, Prioritäten zu schärfen und bei Bedarf rechtzeitig zu justieren. Besonders wichtig ist dabei die klare Zielverantwortung: Wenn jede beteiligte Person weiss, welchen Beitrag sie leistet, entsteht echtes Commitment. Nicht Kontrolle, sondern Klarheit treibt die Umsetzung voran.
Der Weg zum Ziel ist oft anspruchsvoll. Motivation braucht es nicht am Ziel selbst – dort ist der Erfolg Motivation genug –, sondern unterwegs. Etappensiege bewusst wahrzunehmen und zu würdigen wirkt wie Treibstoff im Alltag. Kleine Fortschritte verdienen Aufmerksamkeit, denn sie zeigen: Wir kommen voran. Visualisierungen oder einfache Erinnerungen im Arbeitsumfeld helfen dabei, das „Wofür?“ präsent zu halten. Gleichzeitig braucht Zielarbeit Flexibilität. Rahmenbedingungen ändern sich. Entscheidend ist, bei Bedarf den Kurs bewusst anzupassen, statt Ziele blind weiterzuverfolgen oder stillschweigend aufzugeben.
Damit wird Zielarbeit zur zentralen Führungsaufgabe. Führung zeigt sich nicht im Verwalten von Zielvereinbarungen, sondern in der aktiven Begleitung der Umsetzung. Ziele gehören ins Teammeeting, in den Kalender und in laufenden Gesprächen. Führungskräfte, die selbst mit Fokus auf Ziele hin arbeiten, Fortschritte reflektieren und Unterstützung anbieten, wirken durch ihr Vorbild. Das ist Leadership! Unterstützung bedeutet dabei nicht, die Verantwortung zu übernehmen, sondern die Mitarbeitenden zu befähigen. So entstehen Engagement und Selbstwirksamkeit im Team.
Ziele geben die Richtung vor, und ihre konsequente Umsetzung ist entscheidend für den Erfolg. Eine strukturierte Jahreszielplanung verbindet langfristige Visionen mit konkreten Ergebnissen. Dabei ist die klare Definition entscheidend, wann und unter welchen Voraussetzungen ein Ziel als erreicht gilt. Gerade bei bonusrelevanten Zielen empfiehlt es sich, diese Rahmenbedingungen zu Beginn des Jahres gemeinsam mit der verantwortlichen Person festzulegen und nicht bis zum Jahresende offen zu lassen. Das reduziert Diskussionen, schafft Fairness und verhindert Frustration – insbesondere, wenn externe Einflüsse die Zielerreichung beeinträchtigen oder gar verhindern. So entstehen weniger Aktionismus, mehr Wirksamkeit und eine nachhaltige Zielerreichung, die greift.