Destination  Infrastruktur 

Erstellt: 24.02.2026
Mag. (FH) Martin Mayerhofer, MSc

Mag. (FH) Martin Mayerhofer, MSc

Managing Partner & Geschäftsführer

Villach, Österreich

martin.mayerhofer@kohl-partner.at+43 4242 21 123+43 664 85 88 693Zum Autor

Strategische Infrastrukturplanung

Wie regionale Weichen für die Zukunft gesetzt werden können

In Zeiten enger werdender Budgets bei Bund, Ländern und Gemeinden kommen die hohen Investitions- und teilweise auch Betriebskosten der freizeittouristischen Infrastrukturanlagen stärker in den Fokus. Regionale Infrastruktur muss heute nicht nur als Kostenfaktor, sondern als strategisches Kapital betrachtet werden. Dennoch bedarf es einer kritisch offenen Diskussion über den Erhalt, Ausbau oder aber auch Rückbau bestehender Anlagen.

Strategische Infrastrukturplanung

Kohl > Partner begleitet Destinationen in dieser strategischen Fragestellung. Hierbei empfiehlt sich in Anlehnung an bewährte Modelle ein klarer, dreistufiger Prozess, der sowohl die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung als auch die Anforderungen der Tourismusbranche berücksichtigt.

1. Region definieren – Der erste Schritt ist die Festlegung eines geografischen und funktionalen Rahmens, der über die Gemeindegrenzen hinausgeht. Nur so lassen sich Interdependenzen zwischen Anbindung, Erholungsangebot und Wirtschaftskraft transparent machen.

2. Bestandsaufnahme – Alle bestehenden Infrastruktureinheiten (Mehrzweckhallen, Freizeitzentren, Sport- und Spielplätze, Bäder, Wanderwege usw.) werden erfasst und katalogisiert. Dabei werden sowohl physische Gegebenheiten (Alter, baulicher Zustand, Kapazität) als auch betriebliche Kennzahlen (Nutzungsintensität, Erlöse, Kosten) erhoben. Diese Inventur bildet die Grundlage für die Einordnung in einer Bewertungsmatrix.

3. Bewertung mittels Matrix – Für jede Anlage werden drei Dimensionen gewichtet:

  • Bestandswert und erforderliche Investitionen – Wie viel ist bereits investiert, und wie hoch sind zukünftige Kosten?
  • Nutzungsintensität & Kosten – Wie stark wird die Anlage genutzt und wie effizient stehen die Kosten im Verhältnis zur Nachfrage?
  • Bedeutung für die Region – Welchen Beitrag leistet die Anlage für Einheimische und Gäste?


Die Matrix liefert ein Ranking, das die priorisierte Reihenfolge von Aufbesserungen, Erhaltungen und möglichen Schließungen klar erkennbar macht. Auf Basis des Rankings können anschließend konkrete Finanzpläne für die nächsten Jahre erstellt werden. Dieser transparente Ansatz erleichtert final die erforderlichen Entscheidungen.

Stehen auch Sie vor einer solchen Herausforderung? Wir unterstützen Sie gerne dabei!

Nachricht senden

Adressdaten

teilen

emailfacebook01twitterwhatsapp